Marabana ist das grösste Lauffest auf Kuba. Mehr als 1 Mio. Teilnehmer gehen landesweit bei vielen Laufveranstaltungen an den Start. Ausgetragen wurde dieses Lauffest zum 23. mal. Im Rahmen dieser Veranstaltung fand auch zeitgleich der 20. Havannamarathon statt. Ute Brey und Rolf Rink vom TSV Neustadt / Aisch gingen hierbei an den Start. Ein aussergewöhnliches Lauferlebnis wurde den beiden zu teil.
erwartete uns dann die Stadt. Man sollte nicht glauben Havanna hätte keine Berge, weit gefehlt. Die Anstiege waren zwar nicht steil, dafür aber gemein langgezogen. So kommen auf die 42 km immerhin 140 Höhenmeter zustande. Der Strassenbelag hatte so seine Tücken. Von glatt asphaltiert muss man weit Abstand nehmen. Eisenbahnschienen, “enorm” tiefe Schlaglöcher, Sandpassagen von allem war etwas vertreten. Wir starteten bei etwa 23 Grad. Die Temperatur ging im Rennverlauf schnell noch oben. Im Laufe des Rennens wurden dann im Schatten doch mehr als 28 Grad erreicht. Autoabgase machten das Atmen schwer. Den Kubanern schien das alles nichts auszumachen. Nach einem Kilometer hatte ich dann auch schon meinen Begleiter. Er reichte mir Wasser und wir versuchten uns im besten spanisch-englisch-deutschen Sprachgewirr zu verständigen. Ich hatte den Eindruck, dass er mich nach meiner Körpergrösse ausgesucht hat. Der Grund wurde mir dann kurz vor Ende der ersten Runde klar. Er wollte meine “Zapatos”. Nach dem ich ihm klar gemacht hatte, dass meine High-Tech Renner da bleiben wo sie gerade sind, an meinen Füssen, zog er von dannen. Ute schloss im laufe des Rennens Bekanntschaft mit einem Mexikaner. Auch hier wurden im “perfekten Sprachengewirr” die Namen und Herkunft ausgetauscht (ich Ute - soy Roberto, Deitschland - Mexico). Leider konnte Roberto das Tempo von Ute nicht mehr mitgehen und verabschiedete sich. In der zweiten Runde wurde dann das Rennen für jeden Teilnehmer ziemlich einsam. Grund war, dass sich nur etwa 300 Starterinnen und Starter für die Marathondistanz entschieden hatten. Beim Halbmarathon gingen immerhin mehr als 1.600 Teilnehmer an den Start. Am Tag zuvor wurden dann Läufe über kürzere Strecken veranstaltet. Insgesamt gingen an diesem Wochenende in Havanna zwischen 3.000 bis 4.000 Teilnehmer an den Start. Vollkommen ausgepumpt kamen wir dann nach sehr langer Zeit ins Ziel. Ute belegte in ihrer Altersklasse den 6. Platz und Rolf den 7. Rang. Von den Zeiten schweigen wir hier lieber. Es war ein tolles Erlebnis. Insgesamt gesehen war es für uns der beeindruckendste Marathon, den wir gelaufen sind. Die Freundlichkeit der Menschen war allgegenwärtig.
Über sehr gute Rahmenbedingungen konnten sich am Samstag auf der Forchheimer Sportinsel mehr als 560 Teilnehmer bei der 33. Auflage des traditionellen Nikolauslaufes freuen. Die Leichtathletikgemeinschaft Forchheim hatte eingeladen und Freizeit- und Spitzenläufer aus dem gesamten nordbayerischen Raum waren gekommen. Die 10,2 km liefen die TSV Starter in beachtlich guten Zeiten.
Die Ergebnisse:
14. 41:42 Hauck Markus 1974 TSV Neustadt/Aisch
5. 41:59 Kleinlein Martin 1957 TSV Neustadt/Aisch
Die gute Organisation und gute Rahmenbedingungen werden mich sicherlich wieder mal nach Forchheim führen.
31.12.09 - Zeit für einen Silvesterlauf. Nachdem mir 2005 Schney zu kurz war, 2006 Höchstadt/Aisch es nicht mehr gibt, 2007 Nürnberg zu voll war und mir 2008 in Frensdorf der Wettkampfcharakter fehlte, war ich durch Zufall auf den Hohenloher Silvesterlauf in Hengstfeld gestoßen. 10 km und ca. 5 km wurden angeboten, Startgebühr 7 Euro für einen guten Zweck, klingt doch alles ganz gut. Also fuhren Karl Ziener und ich die ca. 70 km nach Baden-Würtenberg. Obwohl man gerade so nicht mehr in Franken weilt, ist der Dialektunterschied enorm, aber lustig. Beim Zielsprint musste ich so lachen über die Kommentare meines „Gegners“ ( ich habe kein Wort verstanden), dass ich im Ziel Seitenstechen bekam. Das Wetter war eines der grössten Themen im Vorfeld des Laufes - wechselhaft im 10 min Takt. Pünktlich zum Start fing es auch an zu tröpfeln. Dieser Umstand sorgte wohl dafür, dass es diesmal weniger Starter waren als 2008. Gott sei dank war dies aber schnell vorbei und eine reizvolle Strecke wartete nun auf die 155 Läufer der 10 Km Distanz (bei den 5 km waren es 67). Schnell noch auf den Streckenplan geschaut (Höhenmeterprofil ansehen) und wir mussten leider feststellen, dass es nur 9822 Meter sind. Die Freude bei Karl war riesig, als er bei km 9 liest „Asbach“, leider handelte es sich nicht um das Getränk, was sich eignet Cola zu verdünnen, sondern eine der Ortschaften auf der Strecke schmückte sich mit diesem Namen. Nun zum Lauf. Wie gewohnt raste Karl los, wie von der Tarantel gestochen.
Ich hing leider in einem Pulk fest, welcher sich weit vorne hingestellt hatte, aber leider nicht so schnell war, wie der Startplatz vermuten lässt. Nach 1,5 km hatte ich wieder Blickkontakt zu Karl. Bei Km 2 überholte ich, wobei ich nicht dachte, dies lange halten zu können. Bei Km 2,2 war Karl auch wieder vorne. Ich lief mein Tempo, merkte aber, dass ich seit Roth keine Tempointervalle mehr gemacht habe und ich deutlich langsamer wurde. Dennoch konnte ich bei km 3,3 Karl wieder überholen. Ich wunderte mich, warum es so lange dauerte, bis er mich wieder überholt und schaute nach hinten. Er war 50 Meter hinter mir. War ich zu schnell? Puls 192 mmmmhhh geht ja noch ( in Neuhof hatte ich 201 auf dem letzten Kilometer). Den Zielsprint hatte ich ja oben schon erwähnt. In 46:46,6 erreichte ich als 82 (AK 8) das Ziel. Karl Ziener folgte mir als 95 in 48:08,3. Lustig und schade war, dass ich Karl versehentlich als Baujahr 59 ausgegeben habe. Er hatte zwar gleich bei der Startnummernausgabe protestiert, dass er nicht noch mal 10 Jahre arbeitet und das Alter wurde auf BJ. 49 geändert. Dennoch tauchte er in der Liste nicht in der M60 auf, sondern komplett falsch in der M45 als 20. Richtig wäre M60 Platz 2. Als Belohnung für meinen Fehler hat mir dann bei der Getränkeausgabe eine sehr freundliche ältere Dame den viel zu heißen Tee über meinen kleinen Finger gekippt, da ja jede Veranstaltung von den Freiwilligen lebt, habe ich mir das Fluchen über den verbrannten Finger unterdrückt.
Fazit: Schöner abwechslungsreicher Lauf. Gut organisiert und viele nette Leute, die man zwar schwer versteht, aber die uns ja auch nicht. Wenn der Tee etwas kälter ist und nicht nur nach Wasser schmeckt komme ich gerne wieder.
www.hohenloher-silvesterlauf.de
Ein Winterlauf in Bad Füssing - Bericht von Martin Kleinlein
Angestiftet von zwei Laufkameraden, am 7. Februar 2010, in Bad Füssing einen Wintermarathon zu laufen, habe ich mich ab November 2009 gedanklich darauf vorbereitet.
Mit den tatsächlichen Trainingseinheiten habe ich Anfang Januar angefangen.
Ich habe schnell festgestellt, dass eine Marathonvorbereitung im Winter doch etwas ganz anderes abfordert als im Frühjahr oder Sommer. Nachdem meine Kameraden kurzfristig absagen mussten, habe ich mich mein Ziel auf Halbmarathon umgestellt.
Damit sich die weite Anfahrt ( 270 km) lohnt, wurde dem Lauferlebnis ein Kurzurlaub angehängt. Wir –meine Frau und ich- sind am Samstag angereist und am Mittwoch wieder nachhause gefahren. Eingemietet hatten wir uns auf dem weitum bekannten „Haslinger Hof“.
Bei der Startnummernausgabe am Samstagnachmittag, im Foyer des Johannis Bades war bereits allerhand geboten. Die Marathonmesse und ein sportmedizinischer Kongress interessierten mich weniger. Ich fühlte mich bei der Nudelparty mit Weizenbier (kostenlos im Paket enthalten) wohl und traf einige fränkische Bekannte.
Zum Lauf am Sonntag war es trocken bei Temperaturen leicht unter Null, der Himmel war grau und diesig . Die Strecke war gut geräumt, teilweise etwas matschig, dem konnte man gut ausweichen. Insgesamt – für einen Wintermarathon – gute Bedingungen.
Um 9.45 machten sich 550 Läuferinnen und Läufer auf die 10 km-Strecke.
Auf die Halbmarathon und die Marathonstrecke starteten um 10 Uhr ca. 1.250 Läuferinnen und Läufer. Nach den ersten beiden Kilometern hatte jeder seine Position gefunden und es gab im weiteren Verlauf wenig Überholmanöver. Dies zeigt, dass hier überwiegend erfahrene Läufer unterwegs waren, die sich gut einschätzen konnten und das Anfangstempo durchliefen.
So konnte jeder „seinen Laufpartner“ finden und in einer Gruppe dem Ziel entgegenlaufen.
Auch ich konnte mich günstig anhängen und so mein Ziel (1.45) deutlich unterbieten.
Mit 1.41.01 bin ich als 233 im Halbmarathonmännerfeld (von 647 Finishern) und als 33. in der M50 angekommen.
Fazit: Schöner Lauf, alles richtig gemacht – mehr war nicht drin bei dieser Vorbereitung.
Jetzt konnte der Urlaub beginnen. Im „Starterpaket“ für 22 Euro waren auch 3 Eintrittskarten zur Bäderlandschaft des Johannis-Bades enthalten (eine für Samstag und zwei für Sonntag).
Trotz derzeit laufender Umbaumaßnahmen ein wirklich beeindruckendes Wellnesserlebnis, besonders nach einem Winterlauf.
Den Tag beendeten wir tanzend in der Erlebnisgastronomie des Haslinger Hof´s.
Disco, Bar, Tanzbod´n, Stadl und Tanzflächen, das Gesamtangebot konnten wir am ersten Abend noch nicht vollständig erschließen.
Diesen ausgefüllten Tag folgten noch weitere tolle Urlaubstage, mit zwei weiteren Badeaufenthalten in den beiden anderen Thermalbädern in Bad Füssing.
Einen Tag verbrachten wir mit einer Winterwanderung im bayerischen Wald, bei strahlendem Sonnenschein.
Ein klasse Kurzurlaub – Laufen, Wandern, Wellness, Verwöhngastronomie und Tanzvergnügen – dafür sind ein paar Tage Urlaub bestens investiert!
Zur Nachahmung wärmstens empfohlen – ich werde sicherlich auch mal wieder dabei sein.
Gut erholt und zu neuen Läufen und Unternehmungen bereit
grüßt Euch
Euer Laufkamerad
Martin Kleinlein
PS: Für 10 Euro gab es ein gutes Funktionsshirt,
weitere Infos unter: http://thermen-marathon.de/ und www.haslinger-hof.de
Ich habe mich immer gewundert wie sich Skilanglaufrennfahrer so verausgaben können das sie nach dem Zieleinlauf nur noch nach Luft schnappend auf die Seite kippen können und völlig erschöpf wie toten Fliegen in der Suppe liegen. Jetzt weiß ich dass ich beim 11. Engadin Frauenlauf über 17km von Samedan nach S-chanf in Engadin am vergangenen Sonntag hätte schneller fahren können. Ob die dagebliebenen Zuschauer im Zielbereich über eine halbe Stunde nach den erstplatzierten so eine Leistung hätten wertschätzen können bleibt offen.
Es geht um meinen Einstieg ins Skilanglaufrennen fahren. Unter dem Motto „dabei sein ist alles“ und mit den persönlichen Ziel nicht zu stürzen und auf gar keinem Fall länger als die doppelte Zeit der Erstplatzierten zu brauchen, habe ich mich auf den Weg nach St Moritz gemacht. Die Vorstellung über die gefrorenen Seen im Engadin als Teilnehmerin des zweitgrößten Skilanglaufrennens der Schweiz zu fahren hat mich fasziniert.
Am Vorabend bei der Startnummer-Abholung und der, von Sponsoren gespendeten Preisauslosung unter allen anwesenden Teilnehmerinnen, habe ich die Daumen gedrückt und meine Finger gekreuzt (bringt uns Engländer Glück) als der Hauptpreis, ein Heliflug für 4 Personen, ausgelost wurde. Es ist leider nichts daraus geworden, aber nach ein paar „Glühwie“ steht dem Rennen am nächsten Tag nichts mehr im Wege.
09.45 Uhr Sonntag 7 März am Flugplatz in Samedan. Ich mache mich ohne Zeitpuffer auf dem Weg ins Startgelände. Lange draußen herumstehen bei -20C wäre sicherlich nicht leistungsfördernd und ob ich meine Skier in der ersten oder letzten Reihe in meinem Startblock platziere, kann mir auch ziemlich egal sein. Na ja, trotzdem laufe ich gleich vor und lasse meine Skier mittig in der dritten Reihe. Schnell zurück zum Gepäckwagen, Langlaufschuhe anziehen, Handschuhe nicht vergessen und zurück zum Startblock mit einen Schluck warmen Rivella.
09:55 Uhr Ein Cirrus Airlines Privatflieger kommt aus dem Nichts und fliegt die letzten paar Meter vor der Landung über den Köpfen der zahlreichen Teilnehmerinnen hinweg. Rechts oben ein gelber Hubschrauber vom Fernsehteam. Sonne pur, eiskalt, kein Wind. Ich fühle mich wie im Film und suche meine Skier. Inzwischen hat sich der Startblock gefüllt und ich bin froh dass ich mir einen einigermaßen guten Platz gesichert habe.
09:57 Uhr Der Sprecher sorgt für Stimmung und lässt „Chariots of Fire“ über dem Flugplatz ertönen. Wir sollen uns beruhigen und uns auf dem Rennen einstellen. Mein Puls liegt bei 111 und ich will los!
10:00 Uhr Startschuss für den ersten Startblock.
10:05 Uhr Startschuss für den zweiten Startblock
10:10 Uhr Los geht’s. Konzentrieren, nicht stürzten. Aufpassen, ruhig bleiben. Aus dem rechten Augenwinkel sehe ich einen Sturz und freue mich insgeheim dass ich nicht die Erste bin die Pech hat.
Ich fliege über den Schnee. Es fliegen welche Links von mir und Rechts von mir und vor mir und hinter mir und es füllt sich toll an. Ich finde meinem Rhythmus und tue mein bestes Niemanden in die Quere zu kommen. Der Schnee quietscht bei jedem Stockeinsatz; Stöcke schlagen gegeneinander. Nach ein Paar Minuten kann ich es kaum glauben dass mir noch nichts passiert ist. Weiter so. Aufpassen, nach vorne schauen. Es bremst leicht als die Trasse schmaler wird und wir rechts hoch über eine kleine Brücke geleitet werden. Die Strecke führt durch den Wald mit kleinen Steigungen und leichten Kurzen. Bei einem etwas steileren Hang staut es. Es geht nicht voran; wir bleiben alle stehen. Eine hinter mir am Berg steht auf meinem linken Stock und ich kriege den nicht mehr raus. Sie ärgert sich dass ich Sie hindere aber ich kann nichts dafür. Beim auseinander trennen, suche ich freien Schnee für den nächsten Stockeinsatz und verpasse knapp die Löcher an den Spitzen von ihren Fischer Skier. Das wäre nicht gut gewesen!
Es geht weiter. Nach 5 km die erste Verpflegungsstation. Da brauche ich nicht anzuhalten. Kurz danach um die Kurve und, Überraschung: Gegenwind voll im Gesicht. Bei -20C ist Gegenwind nicht unbedingt angenehm. Ich suche Windschatten um Reserven für die Steigungen in den letzten Kilometern zu behalten.
Die zwei Italienerinnen als Nonnen bekleidet schützen mich ganz toll vom Wind mit deren weiten Röcken, aber so kann es nicht weitergehen. Ich kann und will schneller fahren. Keine Alternative; ich muss raus und alleine gegen dem Wind weiter kämpfen. Ich bin jetzt nur noch beim überholen und freue mich darüber dass mehr und mehr Leute aus dem vorderen Startblock hinter mir liegen. Das Schild „noch 10km“ erschreckt mich leicht. Wenn ich nur noch 10km habe, kann ich langsam anfangen etwas Druck zu geben! Ich bekomme an der nächsten Verpflegungsstation ein Heißgetränk in die Hände gedrückt und bin leicht überfordert als ich versuche aus dem Weg zu gehen und gleichzeitig das Getränk herunterzuschlucken. Und weiter; den Berg hoch.
In Zuoz, höre ich über die Lautsprecher-Anlage wie die Erstplatzierten im Ziel angefeuert werden. Ich habe noch einige Kilometer vor mir, aber bald habe ich es auch geschafft. Meine Beine sind eingefroren. Eine Windstopperhose wäre sicherlich die beste Wahl gewesen. Die Strecke windet sich hoch durch das Dorf Zuoz. Die Straßenüberquerungen sind mit Schnee bedeckt worden; einen weißen "roten" Teppich – wir Skilangläufer haben heute Vorfahrt. Die zahlreichen Zuschauer klatschen und rufen.
Meine Gedanken kreisen sich darum wie ich das besser machen kann. Ich versuche besser zu gleiten, die Nächste einzuholen, meine Kräfte einzuteilen. In Gedanken bin ich schon ein Jahr voraus mit perfekt präparierten Skiern und einer besseren Technik ein Paar km/h schneller unterwegs. Termin Frauenlauf St Moritz 2011 steht schon fest in meinem sportlichen Terminkalender. Ob mein Freund nächste Jahr mit nach St Moritz kommen würde? Wenn ich den Heliflug gewonnen hätte…!
Jetzt geht es gefühlt nur noch bergauf. Ich bin in der Steigung deutlich schneller als die anderen, aber es gibt nicht immer Platz um zu überholen. Ich sehe auch ein, dass der Grätenschritt seine Vorteile hat. Eine Italienerin ganz in rot überholt mich und ich entscheide mich mit zu gehen. Wir kämpfen uns zu Zweit links und rechts den Anderen vorbei. Es ist nicht mehr weit. Nach jedem Berg kommt der Nächste bis wir eine gezogene Abfahrt in der Hocke runterfahren und links runter Richtig Zielgelände. Ein Paar steilen Kurven in der Abfahrt, es geht schneller. Bitte jetzt nicht stürzten.
Nur noch 300m. Um die Kurve links auf die Zielgerade. Ich nehme mir vor die ganz-in-Rot zu überholen und kämpfe mich rechts an ihre Seite. Sie lässt sich das nicht gefallen und beschleunigt. Die Ziellinie kommt immer näher, ich schaffe es nicht. Wir sind Schulter an Schulter, aber ich verliere mit jedem Schritt ein Paar Millimeter. Die Zeit wird vom Startnummer-Chip erfasst die ich vorne trage, aber ich sehe wie die Spitze ihres Skis gefolgt von ihrem Schuh die Linie vor meinen überquert. Egal. Ein Zielsprint ist was tolles, auch wenn man verliert!
Die Sonne scheint, die Musik läuft, mein Puls kommt runter. Es ist vorbei. Ich bin mein erstes Skilanglauf Rennen erfolgreich gelaufen; ohne zu stürzten und in einer Zeit von 1Stunde 13 Minuten; eine halbe Stunde nach dem erst Platzierten und weitaus schneller als ich es mir vorgenommen habe. Die Glückstränen fließen, und die Frage ob Großbritannien eigentlich eine Skilanglauf-Mannschaft hat, beschäftigt mich nur ganz kurz!
Dass Läufe in der ehemaligen Heimat etwas besonderes sind, ist, denke ich den meisten klar. Da der 1. Kaiserdomlauf (eine Brauerei) in Gaustadt (Stadtteil von Bamberg mit ca. 6.000 Einwohnern) stattfindet und Gaustadt auch nur ca. 8 km von meiner alten Heimat Tütschengereuth entfernt ist, war es natürlich eine Ehrensache hier zu starten. Allerdings musste man relativ schnell sein mit dem Anmelden, da ein Limit von 500 Startern galt. In den drei Läufen (2,5; 5 und 10 Km) starteten jedoch insgesamt 609 (58, 133, und 418) Läuferinnen und Läufer. Obwohl der Lauf der erste war, hat die Veranstaltung auch schon eine Geschichte. Ich persönlich finde eine sehr traurige. Der Kaiserdomlauf ersetzt den Bike and Run, eine Veranstaltung welche bei den Teilnehmern sehr beliebt war (ich sag nur Nudelbuffet gell Armin?). Ich hatte mich bereits sehr früh angemeldet und erschien als fünfter oder so auf der Liste. Den Mädels und Jungs von der DJK sei auch mal gesagt, dass sie eine tolle Homepage haben. Besonders das Archiv ist klasse, da wirklich sehr viele ihre Berichte reinstellen. Da kann man sich Klasse Infos holen und bekommt Lust da mitzumachen. Nun zum Lauf. Start Ziel ist mitten auf der Hauptstraße von Gaustadt!!! Richtig gelesen. Mitten drin statt nur dabei. Gaustadt musste gesperrt werden. Man stelle sich vor die B470 durch Neustadt wird wegen eines Laufes für ca. 4 Stunden Sonntagnachmittag gesperrt. Cool! Apropos Cool, ja das Wetter war Schei... 3,5°C mit Wind und kalt und nass, und Wind, und bäh!!! Eigentlich wollte ich die 47 min Marke knacken aber dieses Ziel konnte man schnell beerdigen, wenn man die Menge an Läufer sah. Ich werde es nie verstehen, wie manche Leute sich weit nach vorne stellen, obwohl sie dann fast nur im Weg stehen. Parade Beispiel war ein leicht fülliger Mann (na gut ich bin a net dörr), welchen ich nach ca. 400 Metern vor mir hatte natürlich mit zwei anderen daneben und sich die ganze Meute dahinter an denen vorbei zwängen musste. In der dritten von vier Runden sah ich die drei dann wieder, verfolgt vom Besen Radl (Lustige Idee Fahrrad mit Besen dran). Ich bin in der Mitte gestartet, da meine Leistungen auch nur mittelmäßig sind. Ich musste die ersten 2 km soviel Zickzack rennen, dass ich das Gefühl fürs eigene Tempo verloren habe und extrem zu schnell war. Dies sollte sich dann auch rächen, vor allem da dieses „zu schnell“ gespickt mit lauter kleinen Sprints war. Na ja, jeder hat gleich viel gezahlt also hat jeder das gleiche Recht. Is ja auch irgendwie richtig. Beim Start dauerte es gleich mal ca. 20 Sekunden bis es richtig losging und ich über die Startlinie „ging“ Nach ca. 1 km wurde es dann eng und gehen war angesagt, aber nur in der ersten Runde (und da meinen manche beim Nachtlauf wäre es manchmal eng - Weicheier) Bei 551 gleichzeitigen Startern is des halt so. Gelaufen wurden vier Runden je 2,5 Km. Bei Km 1,5 spielte eine live Gruppe Metall oder so (kenn mi da net so aus) schön laut war es auf jeden Fall Bei KM 2 Sambaklänge und bei Start Ziel dann der Stadionsprecher. Also richtig gut gemacht alles. Schade dass es nicht so viele Zuschauer waren. Aber bei dem Wetter kein Wunder. Meine Uhr stoppte bei 47:30 da ich den Start und das Warten an der Engstelle abgezogen hatte. Offiziell waren es 48:06 Platz 170 von 418. Für meine Verhältnisse sehr ordentlich. Sieger waren zwei Bamberger in 31:37 bzw. 31:41, der Dritte hatte schon etwas Distanz, nämlich 33:13. Von den uns bekannten Läufern erreichten die Wittmänner den 6 und den 13 Platz in 34:50 bzw. 36:52. Die beste Dame war nach 39:49 im Ziel (Carolyn das wäre doch was für dich?!) Im Ziel wartete dann ein monströses Kuchen Büfett mit einfach genialen Zitronen Muffins und vielen mehr. Ebenso gab es Obst (auch schon vor dem Start!) Alkfreies Bier, Iso, Wasser. Super. Bei solchen „kleinen Läufen“ auch nicht üblich, der Vorname auf der Startnummer!!!
Alles in allem ein schöner Lauf aber nix für Bestzeiten. Da die Gaustadter bestimmt noch was lernen wollen (wer nichts lernen will, darf sich nicht wundern) mein Pro und Contra: Pro: Streckenführung, Organisation, freundliche Helfer, Musik, Kuchen, Obst, Getränke im Ziel, Finisher Shirt (manche meinen ja braucht mer net), großer Parkplatz. Contra: Ausschilderung der Parkplätze und wohin muss man jetzt gehen? Ich kannte mich ja aus, da früher mein Kumpel gegenüber vom Sängerheim gewohnt hat, aber die anderen.............. Gegen die nach vorn Steller und das Wetter kann man ja nichts machen. Is so! Über die Duschen und so kann ich nichts sagen da ich den „Heimvorteil“ genutzt habe. Falls mich nächstes Jahr net doch a Ausland Marathon lockt würde ich 2011 wiederkommen. Gaustadt ist übrigens näher an Neustadt als Burgoberbach usw.
www.djk-gaustadt-triathlon.de
Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen am Sonntag den 28. März beim 5. Hartmannlauf an den Start. Ausgetragen wurden an diesem Tag ein Halbmarathon,10 km Jedermannlauf, Schülerlauf und Nordic Walking. Den Gesamtsieg über die Halbmarathondistanz konnte Bernd Hagen aus Forchheim feiern. Seine Siegerzeit von 1:16:18 h war bei den äusseren Bedingungen hervorragend. Die Läufer hatten auf der ersten Hälfte des Laufes starken Gegenwind. Jakob Will und Günther Schuh belegten die Plätze zwei und drei. Schnellster Läufer vom TSV Neustadt / Aisch war Martin Kleinlein. Martin benötige für die 21,1 km 1:37:18h.
Der Sieg über die 10 km ging an Manuel Fößel vom TV Ochsenfurt in 36:15 min vor Jürgen Wittmann in 37:32 min und Thomas Richter vom TSV Dinkelsbühl in 37:42 min. Schnellste Dame des Rennens war Christina Wirth in 41:07 min vom TSV Ebermannstadt. Anna Maria Hack vom TSV Neustadt / Aisch belegte den 2. Platz in 43:04 min. Dritte wurde Claudia Rost vom LT Ansbach – Nord. Die gesamten Ergebnisse nach Altersklassen sind hier zu finden. Die Bildershow steht ab sofort zur Verfügung.
Heidi Riedel auf Platz 3
1.Mai ist Duathlonday in Hilpoltstein. Dieses Jahr wurde die Duathlon/Triathlonsaison für uns Neustädter also in Hilpoltstein eröffnet.
Wie gewohnt, ist in dieser Triathlon verrückten Region ein starkes Feld am Start, welches sich besonders mit guten Leistungen im breitem Feld auszeichnet. Um so erfreulicher war dann auch der dritte Rang von Heidi Riedel in ihrer Altersklasse, welchen sie sich in einem fulminanten Zielsprint sichern konnte. Das Wetter war an diesem Tag besser als erwartet, lediglich ein starker Wind ließ keine besseren Radzeiten zu. Als wahrscheinlich einzige Startgruppe (es wurde in Gruppen gestartet 13:30;13:42; 13:47 und 13:52) erwischte der Regen die letzte Startgruppe um Reinhold Hinkelmann zwischen km 15 und 23, dafür aber heftig. Der jetzt etwas rutschige Belag, ließ eine kleine Gruppe von 4 Fahrern zusammen kommen, von denen sich dann 3 bis zum Wechsel wieder duellierten konnten.
Beim abschließenden Laufen ging nicht viel nach vorne und auch nicht nach hinten. Leider waren keine km Schilder mehr am Schluss und so fehlte auch etwas die zeitliche Orientierung. Apropos Km, ausgeschrieben ist der Duathlon mit 8-30-3km. Da aber bei der ersten Runde bei km 8 noch lange kein Wechsel zu sehen ist, werde ich 2011 wohl wieder kommen und mein GPS mitnehmen, weil es mich einfach interessiert. Zeiten und Platzierungen:
Heidi Riedel 02:05:33 AK Platz 3, bei den Frauen 33 und insgesamt Platz 246.
Reinhold Hinkelmann 02:01:55 AK Platz 35, bei den Männern 211 und insgesamt Platz 238.
Nächster Wettkampf war auch schon am nächsten Tag in Pommersfelden. Dazu bitte den Bericht von Rolf lesen.
1. Pommersfelder Brotlauf
Riesen Andrang beim 1. Pommersfelder Brotlauf. Nahezu 800 Starter und Starterinnen gingen beim 1. Pommersfelder Brotlauf an den Start. Die Veranstalter hatten ursprünglich „vielleicht“ mit etwa 300 Teilnehmer gerechnet, dementsprechend war dann die Wartezeit bei der Startnummern-ausgabe und Nachmeldung. Jeder Teilnehmer erhielt einen Gutschein von der Bäckerei Burkhardt über einen Laib Brot, den er sich nach erfolgreichem Lauf abholen konnte. Gelaufen wurde auf einer landschaftlich interessanten 10 km Runde durch den Schlosspark Pommersfelden und den umliegenden befestigten, teils asphaltierten Wegen. Gestartet wurde dann eine halbe Stunde später auf Grund des grossen Andranges.
Markus Hauck konnte sich dann von Anfang an klar von den restlichen Mitstreitern des Vereines absetzten. Martin Kleinlein war an diesem Tag zweitschnellster Starter vor Rolf Rink und dem „Vielstarter“ Reinhold Hinkelmann, der am Tag zuvor beim Duathlon in Hilpolstein teilnahm. Ute Brey war die einzige Vertreterin der Damen aus dem Verein. Ute belegte, gehandicapt durch eine abklingende Erkältung, den undankbaren 4. Platz in der Altersklasse. Die Ergebnisse und Zeiten sind auf der folgenden Seite zu finden: www.laufclub-vorra.de
Diese Veranstaltung hat gezeigt, dass es durch gossen Einsatz und viel Engagement ein durchaus gelungener Wettkampf war.
Die Damenmannschaft des TSV Neustadt/Aisch sicherte sich bei den Mit-telfränkischen Meisterschaften im Duathlon, der über die Distanz von 5 km Laufen, 25 km Radfahren und 5 km Laufen ausgetragen wurde, in Burg-oberbach den 2. Platz. In der Besetzung Hodgett, Riedel, Brey und Zeidler wurden sie nur knapp von den Aquatleten aus Herrieden geschlagen. (verwunderlich, die Damen wurden in Burgoberbach als Sieger geehrt???)
Carolynn Hodgett belegte in der Einzelwertung den gesamt dritten Platz (mittelfränkische Meisterschaft Platz 2) und wurde in der Altersklasse ers-te. Heidi Riedel war zweitschnellste Frau der Neustädter Starterinnen. Rie-del sicherte sich in ihrer Altersklasse den 2. Rang. Ute Brey belegte den 2. Platz bei der mittefränkischen Meisterschaft vor Hildegard Zeidler, die 3. wurde.
Bei den Männern war Armin Wagner schnellster Neustädter. Rang drei bei der Meisterschaftswertung war der Lohn. Rolf Rink und Dieter Güttler ka-men bei den Senioren auf die Plätze 11 und 15.
Ute Brey wurde für den dritten Platz bei der Agilwertung geehrt. Dieser Wettkampf setzt sich aus vier Wertungen, dem Burgoberbacher Duathlon, dem Leutershauser Triathlon, dem Herrieder Stadtlauf und dem Moutain-bikerennen in Aurach zusammen.
Tja, manchmal kommt es anders als man denkt. Am 9 Mai meldete ich mich zum MTB Marathon in Litzendorf bei Bamberg an, für die Halbdistanz. Da ich zur Zeit nicht wirklich fit bin, nur die halbe Runde. Am 10 Mai ruft mich der Martin an, er wollte am 16.Mai den Regensburg Marathon laufen und hat sich jetzt verletzt. „Willst du net laufen?“ Ich: „Oh Gott nee!“ Am 11 Mai mache ich meine Tempointervalle auf der Bahn und unterhalte mich in den Pausen mit dem Ralph darüber und dass der Martin verrückt sei. Ich bin dieses Jahr noch nicht über 120 min gelaufen und das auch nur sehr langsam. Abends dann im Neptun stellt sich raus, dass niemand möchte. Dann hatte auch der Ralph keine rechte Lust mehr drauf. 12. Mai. Das Wetter is nicht toll und verspricht am Sonntag eine schöne Schlammschlacht auf dem MTB zuwerden. Ich informiere kurz meine Frau über meinen neuen Plan am Sonntag Marathon zu laufen ohne richtig dafür trainiert zu haben.
Sie schüttelt zwar den Kopf, sagt aber nichts dagegen. Das genügt mir. Ich informiere Martin und Ralph, dass ich starte.
16 Mai Regensburg. Es ist ar...kalt. Die Wettervorhersage schwankt zwischen wird regnen und regnet nicht. Später wird auf der Homepage stehen „...trotz widrigen Wetters...“. Ich weiß zwar nicht genau warum, aber das Starterfeld für den Jubiläumsmarathon ist relativ übersichtlich „nur“ 572 Starter (die auch das Ziel gesehen haben). Ob das wohl auch am Würzburg Marathon gleichzeitig liegt? Egal, mehr Platz bei der Zielverpflegung dachte ich mir. Ein direktes Ziel hatten Ralph und ich nicht wirklich. Ralph kämpft immer noch mit seinem Knie und will es langsam angehen. Ich will auch nur ankommen. An meine persönliche Bestzeit von 2009 in Frankfurt von 4:07:25 denke ich nicht. Ich würde mich über 6 min pro km freuen, also ca. 4:13 wenn besser schön, wenn langsamer auch schön. Als der Start sich nähert, reiht sich Ralph dann doch weit vorne ein, ich halte mich zurück. Peng, es geht los. Den ersten km gehe ich etwas schnell an, also bremsen. Km 2 schon besser, aber immer noch zu flott. Bei km3 fühle mich sehr locker und beschließe so weiterzulaufen. Wird ja noch von alleine langsamer. Bei jedem km rechne ich im Kopf aus um wieviel ich zu schnell bin für das 6 min Ziel. Es wird immer mehr, ohne dass ich etwas dafür tue. Irgendwann kommt bestimmt der Einbruch. Halbzeit 1:59:04 net schlecht denke ich mir. Für die zweite Hälfte habe ich jetzt 2:14 Zeit. So laufe ich also weiter, jetzt jedoch mit teils kräftigem Gegenwind. Aha denke ich mir, drum war ich so gut ohne groß sich anzustrengen, ich hatte Rückenwind. Aber auch bei den weitern km wird mein Vorsprung auf die 6min/km Marke größer. Bei km 30 kommen erste ernste Gedanken an eine Bestzeit. Da aber der Mann mit dem Hammer ja noch kommt, nehme ich mir vor, erst bei einem Vorsprung von über 10min darüber nachzudenken. Bei km 32 war es dann soweit. Ey wenn jetzt alles gut läuft könnte es eine neue Bestzeit werden! Bei km 35 realisiere ich ey das könnte unter 4 Stunden gehen. Komisch bis dahin merkte ich nichts. Ab km 36 musste ich dann aber doch beißen, aber jetzt witterte ich meine Chance! Die letzten Km über das Regensburger Kopfsteinpflaster muss net sein. Viele sind zu diesem Zeitpunkt am Ende und dann diese Tortur. Mittlerweile muss ich richtig kämpfen, muss aber auch aufpassen, dass ich nicht zu schnell werde und dann einen Krampf bekomme. Vor lauter Rechnen passiert es dann, ich erreiche den Km 41 nicht. Muss ich übersehen haben. Auf einmal sehe ich das 42 Km Schild. Noch einmal kräftig Gas geben und geschafft. 3:57:18. Ich bin also die zweite Hälfte schneller gewesen als die erste trotz Gegenwind. Ralph hatte auf seiner Runde mit den im Weg rum hüpfenden Streckenposten und anderen Läufern zu kämpfen, welche sich in den Weg stellten und ihn mehrmals fast zu Fall brachten. Aber mit seinen 35! Marathons schockt ihn so schnell nichts mehr. 3:35:51 war seine Zielzeit. Abends gab es dann ein super leckeres Cordonbleu im Daily Bistro in Stübach. Das war bereits am frühen Morgen für mich festgestanden. Vielleicht war der Grund für meine gute Zeit???
Regen, nass, kalt und windig. Dieses Wetter bestimmte noch kurz vor dem Kraichgau- Triathlon das Training unserer drei Athleten. Es sollte dann doch eine „Hitzeschlacht“ werden. Von Anfang an: Carolyn Hodgett, das englische, schnelle Fräulein, Armin Wagner, der Newcomer der Saison 2009 und Reinhold Hinkelmann, der Ironman-Finisher von 2009, hatten sich also für den 06.06.2010 die Mitteldistanz im Kraichgau bei Bruchsal vorgenommen. Wobei man hier in der Region deutlich merkte hier ist die Challenge die Disziplin. Ausdrücke wie Halb-Ironman oder Mitteldistanz hört man nur selten, 90.3, wie die Organisierer der Ironman Serie versuchen zu etablieren, hört man gar nicht. Also, falls jemand mal in
der Region ist und es wird von der Challenge Distanz gesprochen, ihr wisst Bescheid. Was waren die Aussichten der drei? Carolyn trainiert auf den Ötztaler, wobei ihr die Challenge sehr wichtig ist. Armin trainiert wieder auf die Roth Staffel und Reinhold ist 3 Wochen zuvor spontan Marathon gelaufen. Man kann also sagen- es ist ein wichtiger Wettkampf- aber nicht das Saison-Highlight der drei. Interessant ist, obwohl es ja doch sehr viele Leute waren, dass man sich immer wieder sah. Armin und Reinhold haben sich am Samstag bei den Unterlagen und später noch beim Einchecken der Räder getroffen, da ist dann auch Carolyn in englischer Volkstracht erschienen (Riesige Sonnenbrille und riesiger Sonnenhut), wo dann Armin nur noch sagen konnte „Hallo Carloyn ...ähhh ...schicker Hut...“. Sonntags trafen sich dann Armin und Reinhold vor dem Schwimmen und dann beim Auschecken schon wieder. So oft sehen die beiden sich meist beim Training schon nicht. Carolyns Freund wohnt ja in Mannheim, also hat sie da geschlafen, Armin war mit seiner Freundin bei einer Bekannten in der Nähe untergebracht und Reinhold schlief in einem spanischen Reisehotel in Strandnähe. Also in seinem Seat Altea XL in der Nähe des Schwimmsees. Auch mal eine Erfahrung. Dumm, dass da ein Konzert bis ca. 23 Uhr war. Gestartet wurde dann Sonntagmorgen in mehreren Startblöcken zeitlich um 15 min versetzt. Carolyn startete in der ersten, Armin in der dritten und Reinhold in der vierten und letzten Gruppe, bevor die Staffeln dran waren. Alle drei kamen gut durch und waren recht zufrieden mit den Leistungen. In der Wechselzone geht es wie gewohnt hektisch zu. Die Radstrecke ist super schön, aber nichts für Flachlandtiroler. Gefühlt ist Roth harmlos dagegen. Steile Anstiege und wahnsinnige Abfahrten. Einfach traumhaft. Auch hier sind alle drei zufrieden, wobei Carolyn mit ihrem Material zu kämpfen hatte. Die Sattelstütze rutsche langsam in den Rahmen, was sie aber erst spät bemerkte. Froh dagegen war Reinhold. Sein neues Rad hatte Wetter bedingt erst 400 km drauf, die Laufräder sogar erst 50 km (Reinhold aber auch erst 700 km). In der Wechselzone 2 ist es dann wie gewohnt schon etwas ruhiger. Dann kam das Laufen. Jetzt merkte man erst die Hitze von ca. 33 Grad. Überall sah man Sanitäter, die Athleten weg trugen. Reinhold hat alleine 12 gezählt. So super die Radstrecke auch ist, die Laufstrecke ist einfach nur Sch... Die Zuschauer (sehr zahlreich) tun zwar ihr Bestes, aber es hilft nichts. Wohnsiedlung ist Wohnsiedlung, da helfen auch die Ausflüge in zwei kleine Parks nichts. Alle drei haben nun zu kämpfen. Carolyn musste das Tempo stark rausnehmen, Armin musste zweimal ganz kurz gehen. Hart traf es Reinhold: nach nur 3 Km sagte sein Kopf „ Aus“, sein Körper sagte „Weiter“. So schleppte er sich mal laufend mal gehend über die 21,1 km. Im Ziel war dann schnell alles wieder vergessen. Wobei Armin und Reinhold feststellen mussten, dass die Zielverpflegung an Roth nicht herankommt. Die Salzbrezel und das Bier waren in der Kombination zum Fürchten. Der Kuchen wie .... na ja. Wer jetzt sagt die Meckerer, sollte daran denken, dass der Spaß über 110 Euro gekostet hat! So haben unsere Drei abgeschnitten:
Carolyn Hodgett S= 37:21; WZ1= 2:54; R=2:58:05; WZ2= 2:43; L= 1:52:43; Gesamt 5:33:44 Platz 10 in der AKW30.
Armin Wagner S= 34:42; WZ1= 3:13; R=2:46:23; WZ2= 1:39; L= 1:43:42; Gesamt 5:09:37 Platz 66 in der AKM30.
Reinhold Hinkelmann S= 46:19; WZ1= 7:01; R=3:18:01; WZ2= 3:02; L=2:20:02 Gesamt 6:34:31 Platz 10 in der AKM195.
Hitzeschlacht beim Rothseetriathlon am 28. Juni 2010. Armin Wagner, Peter Beck, Heidi Riedel und Ute Brey unterzogen sich dieser Tortour. Armin war mal wieder der schnellste des Vereines bei den Männern Rang 36 und Peter Beck erreichte den 34. Platz. Heidi konnte nach einer guten Schwimmleistung und einem guten Radsplitt einen guten 20. Platz in der AK - Wertung erringen. Ute musste auf der Laufstrecke der Hitze ihren Tribut zollen. Ute belegte den 14. Platz in der Altersklasse. Einige Bilder sind hier zu finden, die Ergebnisse auf der Homepage von www.rothsee-triathlon.de
Die Hitzeschlacht Teil zwei ging an am 3. Juli weiter. Bei 34 Grad im Schatten wurde der Altmühltriathlon in Leutershausen gestartet. Schwimmen war die angenehmste Disziplin. Auf der Laufstrecke, die bekannt ist das kein Schatten vorhanden ist, wurde dann ums Überleben gekämpft. Alle Neustädter Starterinnen und Starter kamen dann auch ins Ziel. Die schnellsten Herren des Vereines waren die Altmeister Rink und Güttler. Rolf belegte den 4. Platz und Dieter den 7. Platz. Schnellste Frau an diesem Wochenende war Ute Brey vor Hildegard Zeidler. Ute gewann die Altersklasse vor Hildegard.
Glühwürmchen schwirren durch die Nacht, Grillen zirpen, vereinzelt meint man einen Läufer zu hören, es könnte aber auch der Hall der eigenen Schritte sein, den man da hört. Die Temperatur ist mittlerweile erträglich bis angenehm geworden und das wurde auch Zeit. Ich befinde mich irgendwo auf den letzten Kilometern des Nachtmarathons in Marburg 2010. Später werden manche auf verschiedenen Homepages die Hölle von Marburg oder die Hitzeschlacht in der Uni-Stadt usw. schreiben. Ich kann dazu nur sagen „stimmt!!!“. Das dieser Lauf heiß wird, wusste ich, das hat mir eine junge Dame von einem Laufbekleidungsausrüster aus Marburg schon gesagt, aber damit hatte auch sie nicht gerechnet. Viele sprachen von 34 Grad am Start, manche sogar von 37 Grad. Wer meint, das kühlt ja auch wieder ab, hat recht. Weihnachten ist es bestimmt kälter. Tatsächlich war ein wirklicher Rückgang erst ab Sonnenuntergang nach ca. 2,5 Stunden spürbar. Das echte Nachtlauffeeling kommt so ab ca. 10:15 auf. Wenn es ruhig wird, die ganzen Halbmarthonis schon längst abgebogen waren. Ich bin den Lauf kontrolliert angegangen, ich kenne mich mittlerweile ganz gut, große Hitze, eine Startzeit von 19 Uhr und die Anreise direkt nach der Arbeit von über 3 Stunden (viele Bundesstraßen) lassen eh keine Bestzeiten zu. So lief ich also los in der wunderschönen Uni Stadt Marburg. Warum kennt man von dieser Stadt eigentlich so wenig? Viele fragten mich ist des im Osten? Nee, das is Magdeburg. Oder, hat das was mit dem Marburger Bund zutun? Wenn man dann sagt, liegt ganz grob zwischen Fulda und Frankfurt, nicken die meisten. Ich denke, die wissen es trotzdem nicht. Marburg (da wo der Start is) ist wirklich super schön (außenrum bestimmt auch). Ich werde da mal mit meiner Frau hingehen. Vielleicht wirklich an Weihnachten, wenn die Temperaturen nachgelassen haben. Man läuft die Strecke irgendwie dreimal und die ersten zweimal dachte ich mir, wie wollen die das in der Dunkelheit machen, wenn es wirklich durch Prärie auf Trampelpfaden weitergeht? Alles wirklich toll gemacht! Eine lange Lichterkette zeigt den Weg. Dann ist es aber wieder dunkel. So soll es ja auch sein beim Nachtlauf. Immer wieder fahren Helfer die Strecke ab und suchen nach ihren Läufern, damit nicht einer kollabiert und keiner merkt es. Mir geht es ganz gut. Die Blicke auf die Uhr sagen zwar sehr deutlich, dass Regensburg schneller war, aber ich habe trotzdem ein gutes Gefühl. Ich bin von weit hinten gestartet und habe viele im Laufe der Zeit überholt. Dass dies meist HM Athleten waren zeigte mir „es passt scho“. Mit meiner HM Durchgangszeit wäre ich ziemlich in der Mitte des HM gewesen. Es ist wirklich ruhig, dunkel und schön. Ich laufe einfach weiter. Ich will ein Bier. KM 40, die Lichter der Stadt kommen wieder näher. KM 41, es wird lauter und ich kann den Stadionsprechen schon gut hören. Ach du Schei... ca. 600 Meter vorm Ziel liegt jemand am Boden, Sani und Helfer alles da. Weiter, auch wenn es jetzt richtig weh tut. Wie viele werden wohl aufgegeben haben? 160 waren angemeldet und Nachmelder gab es auch noch, manche kommen auch gar nicht erst (was ich heute verstehen kann). Aus meinen Gedanken reißt mich ein netter Herr und feuert mich an „komm noch die 250 Meter über die Laufbahn dann bist durch“. Der Stadionsprecher kündigt mich an und hops, drüber, geschafft! Mein 8. Marathon ist hinter mir. Den werde ich auch wohl nie vergessen.
Die Statistik:
Siegerzeit 2:48:18,7 Frank Löschner 51 Jahre jung. (Lief 2009 in Frankfurt 2:34)
Platz 2 3:03:43,5 und Platz 3 in 3:08:54,7. Schnellste Frau war Iris Lenhard 44 Jahre in 3:47:01.8. Platz 2 in3:53:50,6. Platz 3 4:13:47,3.
Ich (Reinhold Hinkelmann) wurde in 4:28:44,7 insgesamt 89 von 142 im Ziel. In meiner Altersklasse M30 wurde ich 6`ter.
Dieses Jahr war der Seinsheimer Triathlon stark von der Hitze und dem Fürther Highwayman beeinflusst. Durch die Hitze kamen viele der „Hobby Triathleten“ leider nicht und durch die Veranstaltung in Fürth blieb ein Teil der „Profis“ fern. So gingen diesmal also nur 6 Staffeln und 13 Einzelstarter auf die Strecke. Wir hatten keine Staffel, aber dafür den
Vorjahressieger Armin Wagner und den 5. von 2008 Reinhold Hinkelmann am Start. Geschwommen wurde wie immer im Weiher. Hier ging Armin noch als 3. aus dem Wasser, während Reinhold bereits in seiner schwächsten Disziplin Magenprobleme hatte. Beim Radfahren lief es dann bei Armin recht ordentlich und er konnte sich auf Platz 2 vorkämpfen. Reinhold versuchte auf dem Rad alles und musste feststellen, dass sein Magen größere Probleme machte, als er es glauben wollte. Armin wechselte als Zweiter, Reinhold viel weiter auf Rang 11 zurück. Beim Laufen kämpfte Armin bravourös, aber er konnte den Uffenheimer Daniel Stumpf nicht mehr einholen und finishte in einer Zeit von 25:45 den Extremsprint-Triathlon von Seinsheim. Bei Reinhold spitzte sich die Lage weiter zu und er fiel sogar noch auf Rang 12 zurück. An seinem Dickkopf lag es, dass er im Rennen blieb. Drei Tage später musste er seinen Startplatz in einer Staffel in Roth als Läufer, wegen zweitägigem Durchfall, abgeben.
Die Frauenpower des TSV Neustadt an der Aisch war beim 21. Erlanger Triathlon am Start. Heidi Riedel, Ute Brey und Hildegard Zeidler gingen über die Kurzstrecke an den Start. Das „starke Geschlecht“ vertrat an diesem Tag Armin Wagner.
Geschwommen wurden die 1,5 km im 21 Grad warmen Main Donau Kanal. Die Radstrecke verlief über 40 km relativ flach bis nahe dem Aischgrund und wieder zurück nach Erlangen, wo dann auf die 11 km lange schattige Laufstrecke gewechselt wurde. Heidi Riedel war die schnellste Schwimmerin der drei gestarteten Damen des TSV Neustadt. Heidi Riedel konnte ihren Vorsprung gegen über ihren Mitstreiterinnen aus dem Verein dann auf dem Rad weiter ausbauen und finishte nach einer persönlichen Bestleistung in 2:48 h. Ute Brey war an diesem Tag die zweitschnellste Frau des Vereines. Nach persönlicher Bestzeit über die 1,5 km Schwimmen und einem durchschnittlichen Radsplit, dafür aber einer guten Laufleistung, konnte Ute sich im Vergleich zum Jahr 2009, ebenfalls um fünf Minuten steigern (Endzeit 3:07 h). Hildegard Zeidler, die ihre angestrebte Zeit von 3:30 h knapp verfehlte, beendete den Wettkampf in 3:32 h. Ihr Kommentar: „Ich glaube, das war meine letzte Kurzstrecke“, wir werden sehen. Die Platzierungen die erreicht wurden konnten sich ebenfalls sehen lassen. Heidi belegte in einem starken Starterfeld den 11. Platz. Ute Brey schrammte mit dem 4. Rang nur 30 Sekunden an dem Siegerpodest vorbei, und Hildegard Zeidler wurde 5. Frau in ihrer Altersklasse.
Armin Wagner war an diesem Tag in einer hervorragenden Verfassung. Armin schwamm die 1.500 m in 26:58 min. Die 40 km spulte Armin in 1:06 h ab (36.8 km/h), bevor er eine gute 42iger Zeit über die 11 Kilometer folgen lies. In 2:16 h beendete Armin den Wettkampf. Rang 16 in der Gesamtwertung und Platz 5 in der Altersklasse konnten sich sehen lassen. Hier gibt es die Bildershow.
Von Zweien, die auszogen den Reschensee zu umlaufen.
Ute Brey und Rolf Rink meldeten sich beinahe ein Jahr vor dem Start zum 11. Reschenseelauf in Graun am Reschensee (Italien) an. Die Fahrt ging am Donnerstag vor dem Wettkampf los, gerade noch rechtzeitig vor Ferienbeginn. Ute plagte da schon ein leichtes Halskratzen, dass sich bis zum Samstag zu einer handfesten Erkältung mauserte. Somit war an einer Teilnahme am Lauf nicht mehr zu denken. Nahezu 3000 Läufer haben sich für den Reschenseelauf, der über 15,3 km geht, gemeldet. Wie wollen die das nur in so kurzer Zeit organisieren, dacht sich da Rolf. Am Vortag stand gerade eben mal ein Festzelt, aber mit Südtiroler Gemütlichkeit bekamen die Veranstalter das bis zum Samstag in vorbildlicher Weise hin.
Raceday:
Die Anfahrt ging vom Quartier den Reschenpass hinauf zum See. Der Reschensee liegt immerhin 1.500 m hoch. Parkplatzprobleme gab es auch keine. Die örtliche Feuerwehr funktionierte kurzerhand eine Wiese in einen riesigen Parkplatz um. Kein Teilnehmer musste mehr als 500 m zum Start laufen. Gestartet wurde in mehreren Startgruppen. Jeder Läufer konnte sich Hand an seiner angestrebten Zeit freiwillig in den Startblock begeben, der für ihn geeignet war. 1:20 h, dacht sich Rolf, werden doch wohl zu knacken sein. Rolf stand in der ersten Reihe des 3. Startblocks. Startschuss und schon war Rolf einige Reihen weiter hinten. Das Damenrennen konnte Rolf aus dieser Position nicht mehr gewinnen. Der Puls schoss innerhalb kürzester Zeit in schwindelerregenden Höhen, das wird nichts heute! Vom ersten Kilometer an bis zum Schluss sollte es ein Kampf werden. Die ersten 6 km verliefen sehr flach. Die nächsten 6 km hatten es dann in sich. Sanfte Hügel, ein stetiges auf und ab mit zwei kernigen Anstiegen, sollten dann folgen. Die letzten zwei Körner, die übrig waren, wurden auf dramatische Art und Weise verbrannt. 1:20 h gingen ins Land und kein Zielstrich war zu sehen. Endlich, nach 1:24:39 h robbte Rolf durch das Ziel.
Die Analyse: Waren es die 1.500 m Meereshöhe? War es mangelndes Training? Zweiteres dürfte dann wohl ehr richtig gewesen sein. Ein Grund im nächsten Jahr wieder zu kommen und diese Scharte auszuwetzen.
Fazit: Ein empfehlenswerter Wettkampf in einer landschaftlich schönen Strecke mit tollen Menschen und empfehlenswerten Essen. Einige Eindrücke sind hier zu finden.
Die Oldies haben es gerichtet. Bei der zweiten Auflage des Mainfrankentriathlons belegten Ute Brey und Rolf Rink den 1. Platz in der Altersklasse der Seniorinnen und Senioren. Heidi Riedel musste sich nur knapp geschlagen geben und wurde zweite in ihrer Altersklasse. Reinhold Hinkelmann sicherte sich in seiner stark besetzten Altersklasse den 8. Platz. Armin Wagner, der am letzten Wochenende in Erlangen bereits am Start war, errang ebenfalls den 8. Platz. Armin startete über die Olympische Strecke von 1,5 km Schwimmen 40 km Rad und 10 km Lauf. In der Gesamtwertung belegte er einen hervorragenden 24. Platz.
Geschwommen wurde im Main. 19 Grad Wassertemperatur waren alles andere als wohlig warm. Am Tag zuvor regnete es sehr stark, so das der Main stark angeschwollen war. Eine gute Strömung sorgten für exzellente Schwimmzeiten. Armin benötigte z. B. für die 1650 m 14:43 min. und Rolf schwamm die 600 m in 6:13 min. Die Radstrecke war dank vieler Streckenposten hervorragend abgesichert. Zu meistern war nach 5 km in Sulzfeld ein 14%iger Anstieg, der viele Teilnehmer zum Absteigen vom Rad zwang. Die Laufstrecke über 5 km ging entlang des Maines ohne nennenswerte Anstiege.
Mit 250 Startern war der 24. Volkstriathlon in Neustadt / Aisch ausgebucht. Am morgen herrschten noch ideale Bedingungen, die sich aber im Verlaufe des morgens ändern sollte. Pünktlich zum Start gab es dann Regenschauer und starken Wind. Die Lufttemperaturen waren alles andere als sommerlich. Die Wassertemperatur konnte sich mit knapp 20 Grad sehen lassen.
Ralph Preissl aus Regensburg gewann ganz überlegen die Hauptklasse der Männer in 59:15 min. und blieb damit als einziger unter der magischen Stundengrenze. Bei den Damen siegte Elke Bäumler aus Röthenbach in 1:13:17 h. Der Schnellste Triathlet des TSV Neustadt / Aisch war wieder einmal Armin Wagner in 1:11:34 h. Bei den Damen hatte Anna Hack ganz klar die Nase in 1:29:44 h vorne. Zwei Podestplätze gab es für den TSV Neustadt / Aisch. Anna Maria Hack belegte in ihrer Altersklasse den 2. Platz und Ute Brey wurde in ihrer Altersklasse 3. Bildershow ist hier >>>
Auf das Siegerpodest oder nicht bei der Agilwertung, das war die Frage. Wollte Ute eine Chance auf einen Podestplatz haben, musste sie in Aurach an einem Mountainbikerennen teilnehmen. Ute hatte bis zu diesem Zeitpunkt 30 Punkte Rückstand auf einen Siegerpodestplatz. Noch nie hatte sie an einem Rennen dieser Art teilgenommen. Die Vorbereitung war denkbar kurz. Drei Trainingstage und insgesamt 60 Mountainbikekilometer wurden abgespult. Wurzelwege und einige steile Abfahrten, Schlammpassagen und Schotterwege am Nürnberger Steinbrüchle gehörten kurzfristig zum Trainingsprogramm. „Das kann ich nie“, nein!!!!!!!, waren ihren einzigen Worte.
D-day in Aurach.
Mit schlodderten Knien stand Ute vor ihrer ersten Bewährungsprobe in einem Mountainbikerennen. Zu absolvieren waren knapp 30 km und 550 Höhenmeter rund um die Burg Wahrenberg. Steile Auffahrten mit knöchelhohen Pflastersteinen, Singletrailabfahrten“ ohne „Chickenumfahrung“, Schlammpassagen und Hornissenattacken, waren an diesem Tag angesagt. Am Ende des Feldes ging Ute mit einigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ins Rennen, die ebenfalls noch nie eine solche Veranstaltung bestritten hatten. Eine kurze Einführungsrunde ging durch die Ortschaft bevor es dann auf die Strecke ging. Der erste Berg wurde in schiebender Weise hinter sich gebracht, ebenso die ersten steilen Abfahrten. In der ersten Runde stiegen dann schon zwei Frauen vollkommen entnervt vom Bike und gaben auf. Nicht so Ute. Ute kämpfte sich den Berg dreimal hinauf, die Abfahrten hinunter, umfuhr den wütend angreifenden Hornissenschwarm und lieferte sich mit einem Amerikaner ein Kopf an Kopf Rennen. Nach knapp zwei Stunden sah Ute dann deutlich vor dem Amerikaner liegend das Ziel. Der Sieg in der Altersklasse der Frauen war die Belohnung. In der Agilwertung der Gemeinden Burgoberbach (Duathlon), Herrieden (10 km Stadtlauf), Leutershausen (Triathlon) und Aurach (Mountainbikerennen) dürfte Ute den Sprung auf einen Podestplatz geschafft haben.
Einige Eindrücke von dieser Veranstaltung sind hier zu finden >>>
Es war im Sommer 2000 in Unterschleichach im Landkreis Hassfurt. Ich bestritt mein erstes richtiges Rennradrennen. Meine „Maschine“ war damals ein selbst lackiertes und beklebtes Hercules aus Stahl mit einer selbst umgebauten 15 Gang Shimano Positron Schaltung. Bereits damals wusste ich, ich will das mal wieder machen. Leider gibt es die Oberaurach Meisterschaften nicht mehr.
2010 ich stehe am Start des Nürnberger Altstadtrennens auf meinem Simplon mit 20 Gang Sram Rival Schaltung. Nachdem das Rennen den Hauptsponsor verloren hatte, war die Zukunft des traditionellen Rennes nicht sicher. Mit einigen Änderungen scheint es jetzt doch weiterzugehen. Ich kannte das Rennen wohl, hatte jedoch nie ernsthaft darüber nachgedacht. Entsprechend spät war meine Anmeldung, am Meldeschlusstag! Es wurden verschiedene Distanzen für den Hobbybereich angeboten, ich entschied mit für die 65 km Runde. Die Anreise mit dem Zug verlief problemlos. Ein sattes Starterpaket (statt Shirts) mit Bratwürsten in der Dose (bin schon gespannt), hochwertigen Stiften usw überraschte mich mehr als positiv. Der Start erfolgte aus verschiedenen Blöcken heraus, da andere Distanzen auch noch an Start gingen. Dies ist zwar absolut i.O leider stand der Block D für 65 km Leute neben dem neuen Rathaus und die ganzen, wirklich tollen Aktionen waren vor dem Rathaus. Hier wäre eine Lautsprecherbox wohl das Mindeste gewesen. Leider nicht. Ich hatte keinerlei Vorstellung, wie ich an die Sache rangehen soll. Die Unterschiede sind doch recht groß zum Triathlon. Aeroaufsatz ist verboten, keine Verpflegungsstationen auf der Strecke und vor allem Windschatten fahren ist erlaubt. Soweit ich es sehen konnte, gab es auch nur zwei Räder, die zusätzlich Flaschenhalter hinter dem Sattel hatten. Auch CEP Socken habe ich keine gesehen, um so mehr wurden meine leuchtend grünen bewundert. Start, es geht los. Kopfsteinpflaster VORSICHT nicht schon jetzt auf die Schnauze fliegen. Ich versuche eine Gruppe zu finden, was aber schwierig ist, entweder die ist zu schnell und ich muss diese ziehen lassen, oder ich bin zu schnell und fahre immer vorne. Von den 65 km bin ich ca. 40 km entweder vorne oder alleine gefahren. Meist aber vorne. Mein Windschatten ist halt recht selten. Die Strecke führt von Nürnberg raus nach Kalchreuth, von da wurden zwei Runden gefahren und wieder zurück nach NBG. Genaue Route unter www.radrennen.de . Auf den letzten 15 km finde ich dann doch noch jemanden, mit dem ich so richtig Gas geben kann. Mal zieht er, mal zieh ich. Berg hoch Richtung Burg, fertig. War schön. Auf der 65 km Runde sahen 252 das Ziel, ich wurde 181. und war mehr als zufrieden damit. Ich hoffe, dass dem Altstadtrennen nicht das Geld und die Helfer ausgehen, ich würde gerne wiederkommen.
329 Sportlerinnen und Sportler gingen beim 7. Sparkassen-Nachtlauf an den Start. Silke Bittel von der LAC Quelle Fürth siegte ganz knapp vor ihren Vereinskolleginnen Anke Friedel und Lea Süß. Bittel verpasste den Streckenrekord nur um 2 1/1 min aus dem Jahre 2007. Bei den Männern gewann unangefochten Florian Holzinger vom TUS Feuchtwangen. Auf den weiteren Plätzen kamen Domenik Mages TV Fürth und Mathias Burkhard vom TV Gunzenhausen. Die Ergebnisse sind hier zu finden.
Schnellste Dame des TSV Neustadt / Aisch war Anna Maria Hack. Bei den Herren war Armin Wagner von den Vereinskollegen nicht zu schlagen.
Den Sparkassencup der Sparkasse Neustadt / Aisch, bestehend aus dem Hartmannlauf, dem Neustädter Triathlon und dem Nachtlauf in der Zeitaddition, gewann Anna Maria Hack vor Heidi Riedel (beide TSV Neustadt / Aisch) und Heike Sträßer vom TSV Scheinfeld. Die Männerwertung ging an Stefan Daehne TV Fürth vor Jens Boas Veloclup Grosshabersdorf und Holger Heidingsfeld vom JamesBondFanClub007_synergy-sports.de
9555 Läufer finishten den 29. Frankfurter Commerzbank Marathon, der ab dem Jahr 2011 Frankfurter BMW Marathon heißen wird. Unter ihnen befanden sich auch der Marathondauerläufer Ralph Gebsattel, der dieses Jahr bereits fünf Marathons bestritt, Reinhold Hinkelmann, der nun auch schon drei Marathons in diesem Jahr hinter sich gebracht hat und Peter Beck, der von der letzten Weihnachtsfeier eine Wette offen hatte. Wie unterschiedlich man einen Marathon laufen kann, zeigte sich an Hand der drei Läufer ganz gut. Während es bei Ralph, laut seiner Aussage gut lief, erwischten es die anderen beiden nicht so optimal. Reinhold hatte sich gut auf seinen 9. Marathon vorbereitet, anders als auf den Überraschungsmarathon in Regensburg 2010. Jedoch merkte er bereits ab Km 3, dass es nicht ganz so locker läuft wie in Regensburg. Reinhold musste kämpfen! Bei Km 20 an der Verpflegungsstation passierte das, was jeder Triathlet beim Radfahren immer befürchtet, einen Sturz. Ein „Athlet“ entschied sich erst in der letzten Sekunde, dass er auch seinen Schwamm ins Becken tauchen will und zog quer rüber. So schnell konnte Reinhold gar nicht schauen, da lag er auch schon mit Überschlag am Boden mitten im Gewühle der Läufer. Sanitäter waren schon im Anmarsch und ein Läufer half ihm auf. Da der Boden durch die vielen Tausend anderen Läufer bereits klatschnass war und die Pappbecher am Boden einen schönen Schmierfilm bildeten, hatte er keine schlimmen Abschürfungen. Danach lief er, interessanterweise, konstanter als davor und verfehlte seine persönliche Bestzeit nur um 28 Sekunden.
Peter lief gewohnt stark an. Ab Km 25 ließen dann aber wieder die Kräfte nach. Bei km 30 kamen dann Krämpfe hinzu und er musste Gehpausen einlegen. Bei km 35 musste er einsehen, dass ein Marathon immer erst im Ziel gelaufen ist und gab leider auf. Seine Worte in der Dusche waren, dass ihm dies eine Lehre war, er mehr trainieren müsse und er jetzt wieder mehr Demut vor den Marathonis hat.
Ralf erreichte das Ziel in 3:14:16 h und war somit bester Vereinsstarter. Reinhold erreichte das Ziel in respektablen 3:57:44 h.
5. September 2010- Fulda: 
Laut dem Vorbereitungsplan, sollte Anna 3 Wochen vor dem Marathon, einen Halbmarathon laufen. Weil nichts in der Nähe war, entschied ich mich für Fulda. Endzeit für Halbmarathon: 01:35:53 h, das den 4. Platz in der Frauenwertung und den 3. Platz in AK bedeutete.
19. September 2010- Neuhof- Zenntallauf:
Endspurt: Eine Woche vor dem Marathon lief Anna die 10 Km in 42:22,7 min und errang damit den 1. Platz in der Frauenwertung. Die Vereinskollegin Heidi Riedel war 4. in der AK W45, mit einer Zeit von 49:25,5 min
26. September 2010- Berlin- Marathon:
Nach 3:33:44 h kam Anna durch das Brandemburgertor gelaufen, müde, aber happy, ins Ziel. Anna kämpfte nicht nur mit dem Dauerregen, sondern, ab Km 25 auch mit meiner ihrer letzten Verletzung. Aber...Berlin...bleibt eine einmalige Erfahrung! Gerne wieder.
16. Oktober 2010- Burghaslach- Fackellauf:
Anna erreichte beim Fackellauf in Burghaslach einen hervorragenden 2. Platz in der Zeit von 32:33 min i in der AK Platz 1. Die Frauenmanschaft von TSV, mit Hack, Schlager Ruth ( 38:31) und Hußenether Martina (39:30), waren siegreich vor MTP Hersbruck und TSV Scheinfeld. Die restlichen Ergebnisse der Neustädter die am Start waren: Markus Hauck (32:58- 4. Pl. AK M35) und Kleinlein Martin ( 33:30- 7. Pl AK M50)
23. Oktober 2010- Emskirchen:
Bei der Landes- und Bezirksoffenen Kreismeisterschaften im Bahnlauf , 10.000 m, erreichte Anna über die 25 Runden, in der Zeit von 42:08,3 den ersten Platz und damit den Titel der Bezirksmeisterin. Mehr Ergebnisse von unseren Jungs:
Ralf Gebsattel: 40:06,2 AK M40-2 Pl; Markus Hauck: 42:29,3 AK M35- 2 Pl; Martin Kleinlein: 42:57,3 AK M50-4 Pl.

Zwickellauf 29. April 2012 von Neustadt nach Münchsteinach